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Ficken gegen den Terror

Gepostet von am Dez 26, 2016 in Allgemein, Unser Blog | Keine Kommentare

In einer Nachricht von NTV analysiert Solveig Bach die Hintergründe der Tatsache warum besonders viele junge Tunesier Terroristen werden:

„Schon im März 2015 hatte Isabelle Werenfels in einer Analyse für die Stiftung Wissenschaft und Politik von “Perspektivlosigkeit und Unzufriedenheit bei vielen jungen Männern” in Algerien und Tunesien geschrieben. In beiden Ländern ist die Zahl der jungen Menschen extrem hoch, das durchschnittliche Heiratsalter sei vor allem aus ökonomischen Gründen gestiegen, “während das voreheliche Ausleben von Sexualität weiterhin tabu ist”, so die Leiterin der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika in ihrer Einschätzung.

Die daraus entstehende Frustration münde nicht nur in Versuche, “nach Europa zu fliehen, in Drogenkonsum oder Kleinkriminalität, sondern auch in eine Hinwendung zu extremen religiösen Positionen”. Sowohl Bouhlel als auch Amri hatten ihre Heimat mit dem Ziel Europa verlassen, lebten in Frankreich und Italien, kamen aber auch dort immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt.“

Das ist interessant, denn es deckt sich mit meinen Beobachtungen. Hochzeiten sind in Tunesien eine teure Angelegenheit, tagelang werden hunderte Menschen verköstigt und Unterhalten. Da wundert es nicht, dass sich das der ärmere Teil der Bevölkerung kaum leisten kann. Gleichwohl ist für den weiblichen Teil der Bevölkerung es nach wie vor sehr wichtig diesen Tag als großes Fest zu begehen. Eine Revolution, ohne das die Gesellschaftlichen Normen in Frage gestellt werden, ist nicht Erfolgreich. Ein traditionelles Familienbild konservativer Gesellschaften ist nicht mit einem modernen aufgeklärten und wirtschaftlich erfolgreichen Staat vereinbar. Das zeigt auch unsere eigene Geschichte. In der DDR hat der Staat viel Wert darauf gelegt die Frauen als Teil der Produktivkräfte zu etablieren. Denn wer beschäftigt ist, kommt nicht auf dumme Gedanken. Wenn mit Traditionen gebrochen wird, ist es viel einfacher etwas Neues zu etablieren, auch wenn das bei diesem Beispiel langfristig nicht geklappt hat. In der BRD hatten wir stattdessen die sogenannte „Sexuelle Revolution“, die erst 20 Jahre nach dem Krieg die Strukturen des NS Staates langsam aufgelöst hat.

Ich habe das in meinem Buch „Chris wird wach“ thematisiert. Nur wenn die Grundbedürfnisse der Menschen befriedigt werden, sind die Konflikte innerhalb einer Gesellschaft lösbar und schaffen eine Basis des langfristigen friedlichen Zusammenlebens. Es ist wirklich so einfach, ein Dach über dem Kopf, etwas leckeres auf dem Herd, befriedigende Sexualität und etwas gegen die Langeweile zu haben genügt eigentlich. Wer etwas zu verlieren hat, wird automatisch Staatstragend.

Die Realität sieht leider anders aus. Wer kein Geld hat kann keines dieser Bedürfnisse befriedigen. Keine Frau geht eine Bindung ein, die keine Zukunft hat. In Tunesien ist Bildung nicht alleine den Männern vorbehalten, die Jungend ist gut ausgebildet und orientiert sich durchaus nach westlichen Vorstellungen und Konsumverhalten. Doch das nützt nichts, wenn daraus keine Basis für eine Zukunft geschaffen werden kann. Wenn keine Aussicht besteht, die vier Grundbedürfnisse in einer Verbindung zu befriedigen, dann werden auch keine Familien gegründet. Gleichzeitig ist der Gesellschaftliche Druck nach wie vor hoch jungfräulich in die Ehe zu gehen und den Normen zu entsprechen. Das wusste die SED Führung besser. Lange Zeit hatte die DDR den Ruf, das Paradies mit willigen Geschlechtspartnern und Partnerinnen zu sein. Wenn es schon kaum Auswege aus der Staatlich verordneten Langeweile gab, dann suchten sich die Menschen wenigstens ihren „Kick“ auf dem Feld der Liebe. So konnte dieser Staat 40 Jahre existieren, obwohl er so schlecht funktioniert wie kaum ein anderer.

Hat uns also der Wilhelminische und Viktorianische Geist der sexuellen Unterdrückung in zwei Weltkriege gestürzt? Ist Amerika mit seiner bigotten und verklemmten Gesellschaft eine Gefahr für den Weltfrieden? Wäre uns der ganze „islamisch“ geprägte Terrorismus erspart geblieben wenn der Prophet geschrieben hätte „Liebet euch, im Körperlichen wie im Geistlichen?“

Vielleicht ist es an der Zeit Gesellschaftliche Regeln zu überprüfen, ob diese noch zeitgemäß sind. Der „Raub der Sabinerinnen“ und Troja sind jetzt lange genug her und Brautraub ist den meisten nicht einmal mehr aus dem Geschichtsunterricht ein Begriff. Heute entstehen Konflikte nicht mehr daraus, dass wir „Nachtbars Weib begehren“, sondern daraus, dass wir kein Ventil für unsere Begierden finden weil alles eine Frage des Geldes ist.  Wer Geld hat Wohnt schön, kann sich alles Leisten was gegen die Langeweile hilft, isst gesund und hat keine Sorgen bei der Partnerwahl. Das ist Ungerecht und jeder weiß das. Nur wenn wir an dieser Stelle ansetzten und etwas ändern wir diese Welt friedlicher. Egal was auch immer die Populisten uns erzählen wollen.

In diesem Sinne frohe Weihnachten.

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Lügenpresse

Gepostet von am Dez 16, 2016 in Allgemein, Editorial, Unser Blog | Keine Kommentare

Journalismus in der Sinnkriese.  Die ARD in der Kritik, weil sie es unterlassen hat, über die Festnahme eines Mörders zu berichten, der als Flüchtling eingereist war. Die Politik fordert Strafen bei „fake News“ und ein völlig Ahnungsloser Amtsschimmel beglückt Deutschland mit einer erweiterten Linkhaftung. Was haben diese drei Schlagzeilen gemeinsam? Mehr als der geneigte Leser im ersten Moment meinen würde. Denn hier beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Die Oberhoheit über die „Wahrheit“ war schon immer Das Thema der Herrschenden. Wer die Wahrheit definieren darf, ist gleichwohl der Herr über die Moral und den Anstand und hat gleichwohl die Deutungshoheit über die Wirklichkeit übernommen. Diese Deutungshoheit war schon immer etwas, wogegen heftig protestiert wurde und wogegen die Kritiker mit den Mitteln ihrer Zeit vorgegangen sind. Georg Büchner und die Geschwister Scholl druckten Flugblätter, heute wird Gebloggt und Nachrichten in den sozialen Medien online gestellt. Der Unterschied liegt vor allem in der Reichweite. Hatte Büchners „hessischer Landbote“ grade mal eine Auflage um 1000 Exemplare, so haben heute Blogger gerne schon einmal 100.000 Follower. Die Reaktion der Obrigkeit ist hingegen gleich geblieben. Wer gegen die Deutungshoheit der Herrschenden anschreibt wird verfolgt.

Die etablierten Medien geraten so zwangsläufig in eine Zwickmühle. Natürlich müssen sie die Darstellung der „Wahrheit“ gemäß der Regierenden verbreiten, haben dadurch aber einen immer stärkeren „Gegenwind“ durch die Mittel des Internets. Aber wie kann es geschehen, das diese Institutionen derartig in Bedrängnis geraten sind? Guter Journalismus mit vernünftiger Recherche und einer fachmännischen Präsentation sollte doch Freizeit Bloggern haushoch überlegen sein. Die Mehrheit der halbwegs gebildeten Bürger dürfte sich doch nicht scharenweise von ihnen abwenden und sich ihre Informationen lieber woanders suchen.

Wer so denkt, der gehört zu der Generation derer, die in völliger Netz Unkenntnis, sich dennoch Permanent berufen fühlen schwachsinnige  Vorschriften zu erlassen, über die der Internet Affine Mitbürger nicht einmal mehr schmunzeln kann. Was die erweiterte Linkhaftung wirklich bedeutet ist keinem dieser Schreibmaschinen Benutzer wirklich klar. Denn was wirklich im Dschungel von Fake News und Falschmeldungen helfen würde, wäre eine konsequente Quellen Verlinkung. Die meisten Horrorgeschichten in den sozialen Medien lasen sich durch einfaches Eingeben in eine Suchmaschine sofort entlarven. Quellenangaben sind daher das A und O einer glaubwürdigen Berichterstattung. Diese wird jedoch von den existierenden Medien konsequent vermieden, es sei denn es handelt sich um Werbung, dann sprießen die Links nur so aus der Webseite. Nein liebe ARD, nicht die freiwillige Selbstkontrolle des Presserats war euer Problem bei der Berichterstattung über den Mord in Freiburg. Denn was ich da lese ist absolut durchdacht und sinnvoll. Sogar die von der ARD zitierte Ziffer 12;  “DISKRIMINIERUNGEN

Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

RICHTLINIE 12.1 – BERICHTERSTATTUNG ÜBER STRAFTATEN

In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen  oder  Täter  zu  religiösen,  ethnischen  oder  anderen  Minderheiten  nur  dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.

Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.”

; macht für mich absolut Sinn. Was passiert wenn man in diesem Zusammenhang nicht vorsichtig ist kennen wir aus dem „Stürmer“. Dennoch ist eine Haltung, was nicht sein darf gibt es nicht, im Internetzeitalter der völlig falsche Weg. Die ARD hätte berichten müssen, wenngleich es keinen Grund gegeben hätte die Nationalität des Verdächtigen vorab mit zu erwähnen.

Aber dass man sich dort lieber dazu entschlossen hat gar nicht zu Berichten zeigt, dass die Verantwortlichen nichts aus den Sylvester Vorfällen in Köln gelernt haben. Natürlich kann ich verstehen  warum diese so gehandelt haben, es ist derselbe Grund, aus dem heraus alle führenden Medien keine Links zur Quelle ihrer Weisheiten setzten. Die Herrschenden bestimmen gestern wie heute was wahr sein darf und die Hofberichterstatter folgen diesen Anweisungen nur zu willig. In dem Journalisten mittlerweile so schlecht bezahlt werden, wie kaum eine andere Berufsgruppe, macht man sich diese „Hofberichterstatter“ durch wirtschaftliche Zwänge gefügig und erlässt andererseits Gesetzte die verhindern, dass der Journalismus nachvollziehbar und transparent wird. Wer bei der Setzung eines Links mit einem Bein im Gefängnis steht, der lässt es eben und nimmt seinen Lesern damit jede Möglichkeit sich ein eigenes Bild von den Nachrichten zu machen. Nur stellt sich die Presse damit in dieselbe Ecke, in der die Hetzer, Lügner und Populisten ihre Nachrichten erfinden.  Also glaubt der geneigte Leser eben erst einmal niemanden mehr und das mit Recht.

Der einzige Selbstschutz den ich als Leser habe, ist selber recherchieren. So schwierig ist es nicht etwas bei Google und Co. einzugeben, oder sich mal ein Impressum einer „Fake News Seite“ anzusehen. Es sei denn die Forscher hätten Recht mit der sogenannten „Nachrichtenblase“,  das wir alle nur noch diese Nachrichten lesen, die unser Weltbild bestätigen. Ich kann daher nur hoffen, dass sich seit Georgs Büchners Zeiten sich etwas geändert hat und der Mensch von heute sich sein eigenes Bild von dem machen kann, was uns  als „Wahrheit“ verkauft wird.

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Die moralische Mehrheit und die Populisten

Gepostet von am Nov 23, 2016 in Allgemein, Unser Blog | Keine Kommentare

Die moralische Mehrheit und die Populisten

In den Achtzigern war die „moral majority“ das Feindbild der Punk Bewegung. Bigotte Christen deren Wertesystem als engstirnig und kleinkariert abgetan wurde und dem das Prinzip der Totalverweigerung gegenübergestellt wurde. „Wir sind billig abscheulich aber verdammt nochmal stolz darauf“, war das Motto was der Punks. Was wurde daraus? Zumindest in unseren Breitengraden führte diese Bewegung letztendlich für die Kirchen zum Verlust der Oberhoheit über die Moralität. Heute sind Kirchgänger eine Randgruppe, die Mehrheit der Bevölkerung lebt ohne großen Kontakt zu den Religionen. Aber bedeutet das, dass die moralische Mehrheit dadurch verschwunden ist?

Nein, heute wird sie nur anders definiert. Gutmenschen haben einen minierten CO2  „Fußabdruck“, ernähren sich bewusst und bewachen als „Helikoptereltern“ ihren Nachwuchs. Den sie mit Hybrid Autos in den Waldkindergarten fahren, auf dem Heimweg halten sie beim Bio Bauern, um dann bei ihrem Heilpraktiker etwas Lichttherapie zur Entspannung zu  buchen.

Diese neue moralische Mehrheit starrte entsetzt auf das amerikanische Wahlergebnis und reibt sich die Augen. Wie kann dort etwas passieren was nicht sein darf? Ein Kandidat gewinnt, der sich offen rassistisch und klimafeindlich gibt, der poltert und polarisiert und alles verkörpert was sie ablehnen. Diese selbsternannten Gutmenschen sind dabei der eigentliche Grund für diese Misere, was ihnen in ihrer gutsituierten Arroganz nicht einmal auffällt. Gendersprech,  moralische Zeigefinger, Umweltschutz Vorschriften, diese ganze aufgeblasene Blasiertheit von Menschen die es sich leisten können, sind die „moral majority“ unserer Tage. Heute kommt man nicht mehr in die Hölle wenn man sonntags nicht in die Kirche geht, man zerstört die Welt unser Kinder wenn man nicht Luxus -Konsumiert. Der Wiederspruch dabei wird lässig ausgeblendet. Der heutige Gutmensch kann es sich leisten pseudo „gute“ Produkte zu konsumieren, egal was es kostet. Dabei ist die wichtigste Funktion derartiger Placebos, sich überlegen zu fühlen, wenn man mit seinem sündhaft teuren Plug in Hybrid neben einem 20 Jahre alten Diesel Kleinwagen steht.

Dabei wird nur allzu gerne ausgeblendet, dass der größte Teil der Bevölkerung wirtschaftlich überhaupt nicht dazu in der Lage ist derartigen Schnickschnack mitzumachen. Doch die Politik, bestehend aus Mitgliedern eben dieser moralischen Mehrheit, blendet das völlig aus. Stattdessen entstehen dort ständig neue Gesetzte, die für die wirtschaftlich Schwachen, das Leben noch schwieriger gestaltet.  Aber immer schön mit erhobenen Zeigefinger. Auch DU musst deinen Beitrag leisten um die Welt für unsere Kinder…. Etc. etc. Aber die ständig steigende EEG Umlage, Umweltzonen, immer neue Bauvorschriften treffen besonders die, die sich derartige Vorschriften nicht leisten können.

Gleichzeitig wird es immer schwieriger schwachsinnige Gesetzte zu ignorieren, der Digitalisierung des Lebens sei Dank. Wenn dann noch Diskussionen losgetreten werden ob es moralisch richtig ist Zigeunerschnitzel auf der Speisekarte zu haben ist dann der Trump, sorry der Punkt, erreicht an dem es diesen Menschen reicht. Niemand will sein ganzes Leben lang in die moralische Ecke gestellt werden nur weil er es sich nicht leisten kann ein „Gutmensch“ zu sein.

Es ist also kein Wunder, das das einkommensmäßige letzte Drittel der Bevölkerung sich lieber an polternde Knallköpfe wendet, als an die derzeitig herrschende Klasse. Ein weiter so, mit dem immer gleichen Personal funktioniert dann irgendwann nicht mehr. Das hat Frau Clinton schmerzlich erfahren müssen und ich befürchte, dass auch Frau Merkel dieselbe Erfahrung bevorsteht. Als Gallionsfiguren der moralischen Mehrheit sind solche Politiker für die, deren Altersversorge und Ärztliche- Betreuung immer weiter zerbröselt unwählbar und das zu Recht.

Aber sind Populisten wirklich eine Alternative? Kann eine bekennende Heuschrecke das Leben in Amerika gerechter gestalten und den „kleinen“ Leuten zu mehr Wohlstand verhelfen? Ein Blick in die Länder in denen solche Machthaber bereits regieren ernüchtert sofort. Staaten in den Populisten regieren gibt es zuhauf und nirgendwo geht es den Armen dadurch besser. Aber eines ist allen Populisten gemeinsam. Sie geben den Armen ihrer Länder das Gefühl dennoch Teil der Gesellschaft zu sein. Sei es „die Basis eines großen Landes“,  „Volkes“,  „heiligen Staates“ egal was, Hauptsache besser als jemand anderes. Wir als Deutsche sollten das selbst am besten kennen, das „Tausendjährige Reich“ basierte vor allem auf der Vorstellung, dass die dort lebenden „Arier“ das bessere Volk sei. Genau das passiert heute wieder, unter tätiger Mithilfe der „Gutmenschen“.

Sich für etwas Besseres zu halten impliziert immer, dass jemand anderes schlechter ist. In Amerika sind das derzeit die spanisch sprechende Einwanderer und der Islam, bei Hitler waren es die Juden und die „Slawischen Untermenschen“, bei unseren derzeitigen Hasspredigern sind das die „Fremden“, „Ausländer„ und „Flüchtlinge“. Geschichte wiederholt sich.

Jedoch glaube ich nicht, dass es diesmal in einem großen Krieg münden wird. Die Interessen des Kapitals in einer globalisierten Welt dürften das nicht zulassen. Kriege werden nur noch in Ländern geführt, wo kaum wirtschaftlicher Schaden für die Großkonzerne entsteht. Aber eine andere Gefahr zieht dagegen auf. Was passiert eigentlich wenn nach 8 Jahren Trump sich nichts geändert hat? Schafft er es den Armen das Gefühl zu geben wieder Teil einer „besseren“ Gesellschaft zu sein wahrscheinlich nichts, aber wehe er scheitert daran. Wohin wenden sich die Ausgegrenzten dann?

Das könnte das Ende des Kapitalismus sein, ironischerweise eigeleitet von einer seiner Lichtgestalten.  In meinem Buch „Chris wird wach“ habe ich eine derartige Revolution prophezeit, mündent in einer besseren Alternative. Die technischen Aspekte haben in der Realität bereits das Buch überholt. Der allgegenwärtige „Kommunikator“ im Buch hatte Funktionen, die heute jedes Smartphone beherrscht, selbst die letzte Funktion als mobiles „Herz“ von stationären Computern ist durch Microsofts Kontinuum mittleiweile Realität geworden. Gesellschaften entwickeln sich jedoch langsamer als Technik. Ich bin daher sehr gespannt darauf ob ich die dort prophezeite Revolution erleben werde. Mein Tipp ist, die Chancen stehen höchsten bei 20%  das das nicht passiert.

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Amerika wird wieder groß

Gepostet von am Nov 9, 2016 in Unser Blog | Keine Kommentare

Trump wird der 45. US Präsident. Das wird schwer zu überbieten sein. Wer wird in 8 Jahren antreten? Ronald Mäck Donald gegen Goofy?

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Teufel oder Beelzebub? Oder total egal?

Gepostet von am Nov 5, 2016 in Allgemein, Unser Blog | Keine Kommentare

Drei Tage vor der Wahl in der größten „Demokratie“ der Welt. Der Beobachter aus dem fernen Europa staunt. Da stehen zwei Individuen zur Wahl mit denen normalerweise niemand etwas zu tun haben möchte. Der Wahlkampf reduziert sich auf Rhetorik die wir sogar im Kindergarten ablehnen würden und sogar in Amerika sind sich Rechte wie Linke einig, dass es nur darum geht das schlimmere Übel zu verhindern.

Wie konnte es dazu kommen das zwei so polarisierende, unbeliebte und vielleicht auch nicht einmal qualifizierte Kandidaten das Rennen machen? Gab es unter den Millionen Amerikanern niemanden der besser geeignet gewesen wäre? Sicherlich nicht, aber dieser Wahlkrampf zeigt schonungslos wo der Wind herkommt. Ich behaupte schon lange, dass es mittlerweile schon fast völlig egal ist wer gewählt wird, das System hat sich so verselbstständigt, das es nahezu ohne „Regierung“ auskommt.

Betrachten wir einmal die Fakten. Die Industriestaaten mit einer westlichen Demokratie haben alle riesige Haushalte. Milliarden und aber Milliarden Steuereinnahmen, die sie zu den größten „Konsumenten“ der Welt machen. Aber wieviel davon ist in Wahrheit „Verschiebemasse“? Über wie viel freies Haushalts Budget kann ein Präsident denn eigentlich verfügen? Das sind erst einmal die Staatsbedienstete zu bezahlen, die Rentner, das Gesundheitswesen, sofern Staatlich finanziert, das Militär, Zinsen für horrende Staatsschulden, Unterhaltskosten für die Infrastruktur,  Schulen, Energie und Müllentsorgung, Polizei und nicht zuletzt der Politikbetrieb.  Übrig bleibt da normalerweise nur das, wozu der Staat bereit ist neue Schulden aufzunehmen. In der Regel also weniger als nichts.

Wer jetzt glaubt, da bleibe doch noch genug Gestaltungsspielraum, der vergisst tausende von bilateralen Abkommen, Staatsverträge, Bündnisse und Handelsabkommen. Die ganzen CTAS TITIPS und was es von der Sorte noch so alles gibt. Wenn ein Staat nicht zum „Schurkenstaat“ erklärt werden will, sollte er sich an diese Verträge halten. Der gewählte Volksvertreter hat also eigentlich fast nichts mehr zu regulieren. Er hat Konventionen und Verträge zu respektieren, die irgendein Vorgänger abgesegnet hat, kein Geld was er ausgeben könnte und mächtige Lobbygruppen gegen sich, die stets darauf bedacht sind, das keinem auch nur ein Cent weggenommen wird.

Das Ergebnis ist deutlich sichtbar. Obamas „Yes we can!“ wurde schnell zu einem „ No we can´t“. Egal wie sehr er sich anfangs auch bemüht hat, außer einem halbgaren „Gesundheitswesen Reförmchen“ mit dem kaum jemand zufrieden ist, ist ihm fast nichts gelungen. Auch wenn seine Bilanz sich durchaus sehen lassen kann, niedrigere Staatsverschuldung, bessere Wirtschaftsdaten,  hier und da kleine Verbesserungen für den kleinen Mann, wird das doch nicht so gesehen. Denn im Prinzip ist alles wie es war, nur hier und da klebt ein neuer Flicken, der die schlimmsten Auswüchse der US kapitalistischen Systems eindämmt. Aber nicht einmal die Folter und willkürliche Festnahmen des US Militärs hat er stoppen können. Guantanamo ist nach wie vor geöffnet und die Steuer Milliarden für Militär, Rüstungsindustrie und Geheimdienste sprudeln nach wie vor. Die Bevölkerung wird weiterhin bespitzelt und überwacht und die eigenen Behörden verhalten sich nach wie vor rechtswidrig, ohne dabei von irgendjemand aufgehalten zu werden.

Wer nun glaubt, das sei Amerikas Problem, der verkennt, dass wir bei allem ungefähr 7-10 Jahre hinter Amerika liegen. Sei es die Gurtplicht, Anti Raucher Gesetze, Gesundheitstrends oder eben Politische Entwickelungen. Auch bei uns ist die Politik zur reinen Symbolpolitik verkommen. Unsere „Volksvertreter“ haben genau wie Ihre amerikanischen Kollegen eigentlich  fast nichts mehr, worüber sie entscheiden können. Neue Gesetzte sind daher nahezu immer Unsinniger Blödsinn, Autobahnmaut, Mütter Rente, Mietpreisbremse, etc. während Probleme liegenbleiben und Entscheidungen in wichtigen Dingen nicht mehr getroffen werden können. Die Kraken Arme der Lobbyisten ersticken jeden Versuch etwas wirklich zu reformieren, denn dann muss ja irgendjemanden etwas weggenommen werden um es woanders zu verwenden. Doch das würde bedeuten jemanden zu verärgern der Geld und Macht hat. Doch diese Menschen lassen sich so einfach nichts wegnehmen. Versucht es dennoch mal ein Politiker, hat er eine gut geschmierte PR Maschine gegen sich, dann vernichtet er angeblich Arbeitsplätze oder gefährdet den wirtschaftlichen Aufschwung.

Wir werden sehen, ob ich mit dieser Ansicht richtig liege. Auch bei Ronald Reagan haben sich damals schon viele gefragt  ob die Welt jetzt untergeht, aber sie hat sogar George Bush überstanden. Das ist kein Trost für die Opfer seiner Politik im Irak, aber immerhin sind die Atomraketen am Boden geblieben und die meisten Amerikaner haben diese Präsidenten überlebet. Daher bezweifele ich, das selbst ein Donald Trump in der Lage ist wirklich etwas zu ändern. Aber wir werden es herausfinden, denn es  sind ja nur noch drei Tage bis zur Wahl.

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Grenzen

Gepostet von am Okt 16, 2016 in Allgemein, Unser Blog | Keine Kommentare

Ein Blog sollte regelmäßig gepflegt werden, sonst laufen einem die Leser davon. Nahrung sollte gesund und fair angebaut sein, Kleidung möglichst nicht von Kindern in Bangladesch genäht werden und als Mann von heute sollte man seine Zeit der Familie widmen.

Wie sie gemerkt haben lieber Leser, gibt es Grenzen. Ich bin nicht jeder Woche eloquent und es passiert auch nicht jede Woche etwas worüber es sich lohnt zu schreiben. Das sich die Sächsische Polizei blamiert ist nicht wirklich überraschend, das Menschen in Syrien sterben leider schon lange Realität und wenn eines von Kim Jongs Penissymbolen am Boden explodiert, dann ist das bestenfalls für die verantwortlichen Ingenieure ein Problem.

Apropos Problem. Geldausgeben kann heutzutage ein Problem sein.  Das fängt im Supermarkt an. Ist Bio wirklich gesünder, oder einfach nur Etikettenschwindel damit wir für das gleiche Produkt mehr bezahlen. Ich bin da skeptisch, denn alles was mir einmal über Lebensmittel beigebracht wurde ist heute Makulatur. Spinat ist doch nicht besonders gut für die Blutbildung, weil der Eisenanteil falsch berechnet wurde. Das Eier schlechtes Cholesterin produzieren, ist genauso wiederlegt, wie künstliche Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel. Dafür wissen wir heute, dass Grapefruitsaft mit einer Reihe von Medikamenten zu unerwünschten Wechselwirkungen führen kann und Johanniskrauttee nicht nur beruhigt sondern ebenfalls eine ganze Stoffgruppe von Medikamenten lahmlegt. Pfefferminztee kann zu verminderter Fruchtbarkeit führen und Döner ist nicht ungesünder als Schnitzel mit Pommes und Beilagen Salat. Zum Glück kann ich diesen Unfug vermeiden, denn ich habe immer daran geglaubt, dass es die Dosis macht. Einseitige Ernährung ist immer falsch, aber das gilt eigentlich in allen Lebenslagen. Je weniger Phantasie ich entwickele umso mehr Alternativen schließe ich aus. Damit verringre ich meine Chancen ein Problem zu lösen, oder eine bessere Entscheidung zu treffen. Eingleisigkeit, Routinen und zu faul zu sein über Alternativen Nachzudenken sind immer Ungesund, sei es beim Essen oder in allen anderen Lebenslagen.

Doch manchmal stoße ich beim Einkaufen an meine Grenzen. Ich hasse es Kleidung kaufen zu müssen, denn das ist ausgesprochen schwierig. Die Innenstadt ist zweigeteilt. Billigläden in denen ein Langarmshirt 12 € kostet, oder Luxusmarken bei denen dasselbe Kleidungsstück 129.-€ kostet. Da ich keinerlei Prestige Anspruch an meine Kleidung habe, wäre das 12€ Shirt eigentlich kein Problem, bekäme ich beim Anfassen des Selben keine Gänsehaut und keine Kopfschmerzen vom Geruch. Außerdem kann man wirklich ein Shirt für 12€ anbieten ohne dabei auf Kinderarbeit zurückzugreifen oder unter lebensgefährlichen Bedingungen Produzieren zu lassen? Andererseits garantiert ein Preis von 129€ das es unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde? Da ist dann bei mir auch noch dieser fahle Geschmack im Mund, so viel Geld für ein Stück Oberbekleidung auszugeben. Gibt es nicht eintausend sinnvollere Möglichkeiten Geld auszugeben? Jemand der wie ich viel auf Reisen war und Armut vor Ort erlebt hat, kann eigentlich nicht mit gutem Gewissen einen Monatslohn eines Facharbeiters in einem der armen Länder für ein Shirt ausgeben.

Aber dieser Konflikt ist mittlerweile nahezu unlösbar. Denn außer billiger „Wegwerf“ Mode und überteuertem sogenannten „Marken“ Klamotten ist in den Innenstädten nichts mehr zu finden. Da tut sich eine klare Parallele  zum Lebensmittelmarkt auf. Entweder überteuerte pseudo Bio Produkte oder billig Ramsch. Die Gesellschaft spaltet sich in Billigkonsumenten und “egal was es auch kostet” Luxuskonsumenten. Ich will die Mitte! Gute Qualität zu mittleren Preisen, ohne Schickschnack und Marken Logo. Aber damit gehöre ich anscheinend einer Minderheit an.

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Sunn o ((( oder Phantasie wird belohnt

Gepostet von am Sep 3, 2016 in Allgemein, Editorial, Unser Blog | Keine Kommentare

Sunn o ((( oder Phantasie wird belohnt

Gestern im Schlachthof in Wiesbaden war ich auf einem Konzert, oder ehr Event, der den Rahmen des Üblichen bei weitem gesprengt hat. Etwas wie Sunn o ((( habe ich trotz über 500 bisher besuchter Konzerte noch nicht gesehen. Wer noch nie von den New Yorkern gehört hat, Sunn 0 ((( spielt „Drohne Metall“ etwas was sich wie eine Mischung aus Staubsaugern und startenden Flugzeugen anhört. Allerdings mit deutlich höherem Unterhaltungswert. Die Anmutung einer schwarzen Messe, mit Druidengewändern und permanent arbeitenden Nebelmaschinen, Töne die jedes Härchen am Körper vibrieren lassen und ein Sänger der sich zwischen lateinischen Vorbetern und Südamerikanischen Schreivögeln bewegt ist etwas, das mehr als nur etwas ungewöhnlich ist. Aber noch erstaunlicher als die Musik war für mich, dass die Halle sehr gut besucht war und ein sehr ungewöhnliches Publikum angezogen hat. Der typische Metallfan mit langen, grauen Locken und imposanten Bierbauch unter dem Iron Maiden T-Shirt fehlte. Dafür waren sehr viele, sehr hübsche Frauen anwesend. Die Grundfarbe war natürlich schwarz, aber bunt gemischt. Das Ganze hatte ein wenig von einer Vernissage. Keine Konzertrituale, kein Applaus zwischen den Songs, denn es gab auch keine Pausen dazwischen und keine Zugabe Rufe. Alle waren froh das es vorbei war und auch irgendwie traurig. Es wurde heftig applaudiert und die Musiker dann ohne Proteste von der Bühne gehen lassen. Ungewöhnlich in einer Zeit in dem alles immer weiter verflacht, weil die Musikindustrie oder alle anderen Entscheidungsträger bei Firmen, die Kreative beschäftigen, nur darauf schielen, was in der Vergangenheit erfolgreich war und versuchen das zu kopieren. Nach „Schades of Gray“ meinten alle Buchverlage Softpornos mit ein bisschen Sado Maso  in ihr Programm aufnehmen zu müssen. Geht ein Song in den Hitparaden ab, wird er von extra dafür geschriebenen Programmen seziert und es wird versucht etwas ähnlichen zu produzieren. Darum höre ich niemals Radio, denn bei dem Kommerz- Schrott dreht sich mir sofort der Magen um. Aber auch wenn Gestern nur zehn Prozent der Besucher eines Adele Konzerts anwesend waren, es waren ein paar hundert, die sich dieses Event angesehen haben. Das freut mich und zeigt, dass die Menschen hier doch nicht völlig verblödet sind. Wer etwas Neues schafft wie Sunn o((( kann durchaus dafür belohnt werden und das ist gut so. Was kann der Autor daraus lernen? Nicht der, der einen guten Vampirroman schreibt ist kreativ. Kreativ war der, der den Vampir mit seinen heute jedem Kind bekannten Eigenschaften erfunden hat. Das ist dann alle Male erfolgversprechender als die Kopie einer Kopie. Phantasie ist zwar niemals ein Selbstläufer, viele Menschen fürchten sich abseits der bekannten Pfade, aber zum Glück gibt es auch viele, die sich ihre Neugier erhalten haben und Kreatives zu schätzen wissen. Auch wenn der Abend etwas von einem „one night stand“ hatte. Es war schön und mitreißend, aber wieder nüchtern fragt man sich, ob man es noch einmal tun würde. Aber ich glaube die Antwort darauf ist ja.

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