Unterstützung einer kriminellen Vereinigung

Manchmal muss ich mich ein wenig mehr wundern als üblich. Da werden einerseits Gesetze verschärft, um „Grauzonen“, wie sie der „Fall Edathy“ offengelegt hat, zu schließen. Andererseits unterstützt derselbe Staat, der sich hier als Tugendwächter über die Kameras und Smartphones seiner Bürger positioniert, eine vermutlich kriminelle Vereinigung, die systematisch über Jahrzehnte Kinder missbraucht und misshandelt hat. Eine Sekte, die mit einer eigenen Bank das organisierte Verbrechen durch Geldwäsche unterstützt und sich standhaft jeglicher Aufklärung und Schadensersatz widersetzt. Da werden Schuldige nicht bestraft, sondern nur versetzt, in der Hoffnung, dass schon keiner merkt, was für Vorlieben und welches Vorleben die Täter haben und hatten. Dieser Institution wird, statt einem Verbot und Strafverfolgung, Luxusgehälter und Steuereinnahmen zugestanden. Es ist irgendwie verrückt, das in anderen Ländern wie Irland oder der USA bis zu 98% der ahnungslosen Mitglieder und Unterstützer dieser Institution den Rücken gekehrt haben, in Deutschland jedoch eine weitere Luxus-Immobilie mehr Austritte zu Folge hatten als Kinderheime, in denen 25 Jahre lang Schutzbefohlene systematisch misshandelt und missbraucht wurden. Doch hierzulande bleibt eine Debatte darum aus. Ein paar Journalisten interessieren sich, es gibt hervorragende Reportagen über die Hintergründe und die Verstrickung höchster Kreise dieser Vereinigung in diese kriminellen Vorgänge; doch eine Reaktion der breiten Masse bleibt aus. Es wird nur „Verjährung“ genuschelt; als sei die Tatsache, dass die meisten Fälle schon länger her sind, ein Zeichen der Besserung. Sie werden längst bemerkt haben, wen ich hier meine: die Katholische Kirche. In einer Zeit, in der immer weniger Menschen mit den Amtskirchen etwas zu tun haben wollen, werden die meisten mit den Schultern zucken und sich denken, „was geht mich das an.“ Doch das ist falsch! Ich bin immer wieder erstaunt, wie weit die Indoktrinierung dieser Vereinigung immer noch geht. Da werden Kinder zum Schulbeginn in die Kirche geschleift und haben in der Grundschule zwei Stunden Religion in der Woche! Wer hat das eigentlich veranlasst? Als ich in die Schule kam, hatten wir grade mal eine Wochenstunde und die fiel meistens aus. Alles in allem hatte ich in zehn Jahren Basisschule grade mal 5 Jahre lang jeweils eine Stunde Religion. Selbst das war schon deutlich zu viel, es hatten sich jede Menge seltsamer Moralvorstellungen in meinen Geist eingeschlichen. Aber davon abgesehen, was man von den Lehrern hält, ist es eine Tatsache, dass weite Teile dieser „Kirche“, durch einen abstrusen und der menschlichen Natur nicht gerecht werdenden Kodex namens „Zölibat“, ein Sammelbecken für sexuell desorientierte Menschen sind. Das ist leicht nachzuvollziehen. Wenn ich sexuelle Obsessionen habe, die mit meiner „katholischen“ Erziehung kollidieren, dann gibt es für mich nur zwei Wege, damit umzugehen. Entweder fühle ich mich schuldig, oder ich versuche meine Sexualität zu unterdrücken. Ein löblicher Ansatz, der nur leider in der Praxis nicht funktioniert. Ich will hier nicht generalisieren, es kann durchaus sein, das es zölibatär lebende Menschen gibt, die es schaffen, ihre Treibe zu beherrschen, doch das ist eher die Ausnahme als die Regel. Im Grunde ist es wie bei der Selbstbefriedigung. Nahezu  jeder, besonders junge Männer, tun es, wie die moderne Sexualforschung zeigt. Der Trieb ist stärker als jede Angst, sein Augenlicht zu verlieren, oder was die Kirche sonst noch so erfunden hat, um Onanie zu diskreditieren. Sind Priester, die ihren Sexualtrieb unter Kontrolle haben, bessere Menschen? Nein, natürlich nicht, das sagt uns schon der gesunde Menschenverstand; und die Skandale, die jetzt immer wieder aufgedeckt werden, beweisen es. Ich halte es daher für gefährlich, Kinder in die Nähe eines zölibatär lebenden Menschen zu bringen. Ich halte es sogar für skandalös, dass dieser Vereinigung Steuergelder zur Verfügung gestellt werden und Kinder zugeführt werden, ohne jede gesellschaftliche Diskussion. Nur weil vor ein paar hundert Jahren der damalige Staat einen Vertrag mit der Kirche geschlossen hat, ist es nicht hinzunehmen, das dieser an keinerlei Bedingungen geknüpft ist. Warum wird bei jedem Computernutzer und Smartphone-Fotografen genau hingesehen, alle muslemischen Gemeinden auf IS-Unterstützer abgeklopft und dabei die Verantwortung des Staats für die Schwächsten, unsere Kinder, herausgestellt. Aber die Katholiken dürfen staatlich unterstützt weitermachen wie bisher! Für mich ist das staatliche Unterstützung für eine kriminelle Vereinigung und nichts anderes.

Ein Kommentar

  1. Kindesmißbrauch, Geldwäsche usw., von der die kath. Kirche koplett durchwoben ist, sind für sich alleine bereits Gründe genug, um sie als kriminelle Vereinigung zu bekämpfen.

    Dennoch halte ich einen anderen Punkt für weitaus schwerwiegender. Das ist die Indoktionation mit Lobhudeleidenken und Aberglauben diverser Art, die schon bei den Kindern erfolgt und lebenslange Schäden dadurch verursacht, daß die Logikfähigkeit und der Realitätssinn der Betroffenen erheblich beschädigt wird, was sich eben nicht nur auf religiöse Ansichten auswirkt, sondern auch auf jede Menge Alltagsentscheidungen.

    Beschädigt werden da vor allem „Betriebssystemroutinen“ des Denkapparats, welche als Filter und Prüfinstanzen bei der Entscheidungsfindung dann zwangsläufig immer zu Fehlentscheidungen führen, sobald diese Routinen aufgerufen werden. Das ist nicht wesentlich anders als bei Computern mit einem beschädigtem System, bei dem in der Folge der Rechner nicht mehr korrekt rechnen kann.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.